Alles, was aus mir spricht, spricht aus mir zu Dir. Es bedarf nicht länger Deines Glaubens an das, was ich sage. Es bedarf Deines Bewusstseins, dass die ganze Welt zu Dir spricht, wenn einer spricht. Alles ist wahr, was laut wird. Und alles ist wahr, was nicht laut wird. Fehlt Dir dieses Bewusstsein, so wirst Du nur hören, was Du hören willst, und alles andere bleibt Dir verborgen. Aus den vielen Stimmen, die aus mir sprechen, kannst Du nur die Wahrheit ahnen, nicht aber aus dem Wenigen, was Du annimmst. Der größte Teil der Welt, den Du Lüge nennst, ist für Dich tot und verborgen.

Wenn ich schweige, sage ich Dir alles. Wenn ich spreche, verschweige ich Dir das meiste.

Wenn ich neben Dir wache, hast Du nur einen Teil von mir. Wenn ich mit Dir schlafe, hast Du mich ganz.

Wenn Du Dich von mir trennst, hast Du nur noch Deine eigene Erinnerung und Vorstellung. Ich aber lebe weiter und bin nie derselbe, an den Du Dich erinnerst oder den Du Dir vorstellst.

Wenn Du neben mir lebst und DU sein willst, bist Du verloren. Wenn ich neben Dir lebe und ICH sein will, bin ich verloren. Ich will aber ich und wie Du sein, und Du musst wie ich sein wollen, wenn Du mit mir leben willst. Sonst sind wir nicht zusammen. Ich will wie Du sein. Ich will alles sein, ALLES.

Du bist ein Teil von mir und ich bin ein Teil von Dir. Was Du in mir liebst, liebst Du in Dir. Was ich in Dir liebe, liebe ich in mir. Was Du an mir nicht verstehst, verstehst Du nicht an Dir. Was Du an mir verachtest, verachtest Du an Dir. Du wirst mich nur ganz lieben können, wenn Du Dich ganz liebst.

Du kannst mich nur verstehen, wenn Du bereit bist, zu werden, wie ich bin.

Du wirst mich nur kennen, wenn Du geworden bist, der ich bin.

Die ganze Wahrheit wäre, wenn ich alles, was ich nacheinander sagen muss, mein Leben lang, zugleich in einem Nu Dir sagen könnte. Die Wahrheit ist das Leben.

Verwechsle nicht, wenn Du mit mir lebst, Einheit mit Gleichheit Einheit mit Gleichförmigkeit, Einheit mit Gleichgültigkeit.

Freue Dich, dass ich immer anders bin, als Du mich erwartest. Freue Dich, dass wir verschieden sind.

Wenn Du nicht mit mir umgehn kannst, weil ich mich ständig wandle: freue Dich, dass Du noch viel zu lernen hast.

Denn ich bin unerschöpflich, ich lebe.

Verzweifle nicht, wenn Du Dir kein klares Bild von mir machen kannst, denn Du kannst immer nur eine Seite von mir sehen.

Freue Dich über das, was Dir in mir verborgen bleibt; es wird sich, wie die Sonne, Dir zuwenden, wenn Du Dich um mich drehst.

Sei glücklich, dass Du nicht mein einziges Ziel bist, sonst hätte ich Dich längst verbrannt.

Fliehst Du vor mir, fliehst Du vor Deinem eigenen Leben. Jeder Mensch, mit dem Du lebst, wird Dir – in andrer Schichtung – das Gleiche abverlangen: Daß Du standhältst dem GANZEN Spektrum zwischen Himmel und Hölle.

Du kannst nicht höher kommen, als Du herunter gekommen bist. Du kannst nicht tiefer sinken, als Du hinaufgestiegen bist.

Wenn Deine Augen mich mit Licht bescheinen, wird alles an mir hell und schön sein.

Doch wenn sie wartend starren in meine dunkle Nacht, ob ich zu leuchten beginne, wird alles an mir finster und voll Schatten sein.

Wenn Du mich aufgibst, bleibst Du stehen.

Das Feuer in mir scheint in Deine Nacht. Das Feuer in Dir leuchtet meine Schatten aus.

In Deinen Augen ahne ich das ganze Licht der Sonne, in dem ich, sähe ich’s direkt, erblinden müsste.

( unbekannter Autor. )

Du benötigst ein Passwort, um das Weblog lesen zu können.
Passwort:
Werbung
Gratis bloggen bei
myblog.de